Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

Hannover, 17.07.2014

EEG erschwert die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen

Die von der Bundesregierung geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stößt auf deutliche Kritik und erschwert die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Ziel der Bundesregierung ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Energieeffizienzmaßnahmen und Energiedienstleistungen werden zugunsten großer Erzeuger behindert. Der dezentralen, innovativen und kostengünstigen Stromerzeugung wird der Boden entzogen.

Die Neufassung des Gesetzes sieht vor, einen Großteil künftiger Betreiber von Stromerzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in erheblichem Umfang finanziell mit der EEG-Umlage zu belasten. Dies soll auch gelten, wenn der Ökostrom nur für den Eigenbedarf oder die nachbarschaftliche Direktversorgung von zum Beispiel Mietern produziert wird.

Der VfW kann dem EEG, als führende Interessenvertretung für Contracting und Energiedienstleistungen, nicht zustimmen. Die beschlossenen Änderungen am EEG werden den nötigen Umbau des Energieversorgungssystems nicht verbessern, sondern es droht ein Ausbremsen der Dynamik bei Erneuerbaren Energien. Der effizienzverbessernden Energiedienstleistung werden Steine in den Weg gelegt.

Viele Organisationen, Verbände und Personen unterstützen die Aussage des VfW. Marco Bülow, Mitglied des Deutschen Bundestages kritisiert ebenfalls stark die Umsetzung des EEG in einer Stellungnahme vom 27.06.2014 und bestätigt damit die Aussagen des VfW:

„Ich kann dieser Reform des EEG nicht zustimmen. Seit Beginn meiner Abgeordnetentätigkeit setze ich mich im Deutschen Bundestag für die Energiewende und den Ausbau Erneuerbarer Energien ein … Der eigentliche Vorteil des EEG – die enorme CO2-Reduzerung – wird gar nicht mehr erwähnt, obwohl gerade diesbezüglich das Gesetz eine riesige Erfolgsgeschichte ist ... Aber nicht nur das Argument Klimaschutz spricht für ein anspruchsvolles EEG. Andere Argumente sind: Generationengerechtigkeit, Ressourcenschutz, technische Innovationen, Schaffung von Arbeitsplätzen, eine verstärkte regionale Energieversorgung, zunehmende Unabhängigkeit von Energieimporten, Vermeidung von Gesundheits- und Folgekosten in Milliardenhöhe, wie sie durch die fossile und nukleare Industrie entstehen.“

Wie kann ich als dezentraler Stromerzeuger trotz niedriger Strombörsenpreise und niedriger gesetzlicher Einspeisevergütungen erfolgreich agieren? Welche Auswirkungen hat das neue EEG 2014? Antworten auf diese Fragen erhalten Interessierte auf dem Praxisseminar Dezentrale Stromlieferung – Möglichkeiten, Umsetzungskonzepte, Ratschläge für die Praxis.

Weitere Informationen sind unter www.energiecontracting.de zu erhalten.

Direktlink zum Positionspapier: http://www.energiecontracting.de/2-politik-recht/energiepolitik/erneuerbare-energiengesetz.php  

Ansprechpartner für Rückfragen:
Volker Schmees, Tel.: 0511 36590-14, E-Mail: volker.schmees@vfw.de

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