Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

Hannover, 06.06.2017

Marktumfrage: Contractingbranche im Aufwärtstrend

Die jährliche Erhebung des VfW unter den Mitgliedsunternehmen, die Contracting-Dienstleistungen anbieten und ca. 60 % der Marktteilnehmer repräsentieren, hat ein weiteres Wachstum der Branche im Jahr 2016 gezeigt. Sowohl der Umsatz als auch die Zahl der abgeschlossenen Verträge ist gestiegen und das erstmalig seit einem halben Jahrzehnt mit höheren Wachstumsraten.

Bei den Vertragszahlen kann eine Steigerung um 6 % auf 55.300 abgeschlossene Verträge verzeichnet werden. Der Jahresumsatz stieg von 2,52 Mrd. Euro im Jahr 2015 auf 2,77 Mrd. Euro im Jahr 2016. Dies entspricht einem Zuwachs von ca.
10 %, der damit auf einem deutlich höheren Niveau liegt als im Vorjahr. Die Abfrage nach der Häufigkeit der realisierten Varianten (nach DIN 8930-5) ergab, dass 80 % der Projekte Energieliefer-Contracting, 8 % Einspar-Contracting, 5 % technischem Anlagenmanagement und weniger als 1 % dem Finanzierungs-Contracting entspricht.

Deutlich ist ein Umschwung beim Contracting in der Wohnungswirtschaft. War in 2015 die Verteilung zwischen Alt- und Neubau noch ca. 4:1, hat sich dies in 2016 auf fast 1:1 geändert. Somit zeigt sich auch die starke Steigerung der Neubauzahlen in Deutschland (nach Statistischem Bundesamt +19,8 %) gegenüber der gleichbleibend geringen Sanierungsquote in den Zahlen des Contracting Sektors.

Die CO2-Entlastung wird mit über 4,5 Millionen Tonnen prognostiziert. 4,5 Millionen Tonnen entsprechen dem CO2-Ausstoß von ca. 2.700.000 modernen Mittelklassewagen bei durchschnittlicher Fahrleistung pro Jahr. Das unterstreicht die Relevanz des Energiecontractings.

Verbandspräsident Norbert Krug kommentiert die Zahlen:

„Es ist erfreulich zu sehen, dass die Contracting-Branche in 2016 den stärksten Zuwachs seit 2012 aufweisen kann. Dieser Zuwachs ist vor allem dem starken Wachstum des Contractings im Neubau Bereich zu verdanken, somit spiegeln auch unsere Zahlen wieder, dass in Deutschland der Wohnungsbau stark gestiegen ist. Gleichzeitig etwas bedauerlich ist jedoch, dass im Bestandsbereich eher Rückgang zu beobachten ist, obwohl gerade hier sehr viel Potential zur CO2-Einsparung besteht. Verantwortlich für diesen seit mehreren Jahren bestehenden Trend sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Contracting in Bestandsgebäuden. Des Weiteren ist sehr erfreulich zu sehen, dass auch das Einspar-Contracting an Bedeutung zugenommen hat.“

Die Daten werden unter den Verbandsmitgliedern per Fragebogen erhoben. Weitere Quellen sind Presseveröffentlichungen, öffentlich zugängliche Geschäftsberichte und Bilanzen, Presseveröffentlichungen und Direktbefragungen.

Alle Zahlen des VfW sowie weitere Informationen sind unter www.energiecontracting.de erhältlich.


Ansprechpartner für Rückfragen:
Bengt Urmersbach, bengt.urmersbach@vfw.de, Tel.: 0511 36590-14



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