Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

30.11.2018

Messstellen fest in der Hand der Verteilnetzbetreiber

Bonn (energate) - Nur wenige Verbraucher machen von der Möglichkeit Gebrauch, einen unabhängigen Anbieter mit dem Betrieb des Stromzählers zu beauftragen.

Laut dem der Redaktion vorliegenden Entwurf des Monitoringberichts der Bundesnetzagentur waren 2017 an nur 300.000 Zählpunkten in den Verteilnetzen Drittunternehmen mit dem Messstellenbetrieb beauftragt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies zwar einer Steigerung um 60.000, bei 99 Prozent aller Messstellen ist dennoch weiterhin der Verteilnetzbetreiber für die Messstelle zuständig.

Immerhin entdecken immer mehr unabhängige Unternehmen das Geschäft mit den Messstellen für sich. Gab es hier im Jahr 2016 lediglich 27 Anbieter, waren es 2017 immerhin schon 53, 21 davon boten den Betrieb von modernen Messeinrichtungen oder intelligenten Messsystemen an. Bei Smart Metern und verbundenen Dienstleistungen liegt in Zukunft das größte Geschäft. Diese Chancen wollen auch die Verteilnetzbetreiber ergreifen, mittlerweile haben sich 712 der 852 grundzuständigen Unternehmen für den Betrieb der neuen Zähler aufgestellt. Im Jahr 2016 waren es erst 442 gewesen. Zusatzdienste über die intelligente Messstelle wie etwa Vorkassesysteme nutzen bisher nur wenige Unternehmen.
 

Kein Smart Meter-Rollout 2018


Bevor der Rollout der intelligenten Zähler beginnen kann, muss das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aber noch drei Smart-Meter-Gateways zertifizieren. Dieser Prozess verzögert sich seit 2017 (energate berichtete). Die Bundesnetzagentur rechnet für dieses Jahr nicht mehr mit einem Beginn. "Mit dem Rollout intelligenter Messsysteme ist auch vor Ende 2018 noch nicht zu rechnen", heißt es im Entwurf des Monitoringberichts. Zuletzt zeigte sich das BSI optimistisch, dass die Zertifizierung dreier Smart-Meter-Gateways bis Ende Januar 2019 abgeschlossen sein wird (energate berichtete).

Auch ohne Rollout hat aber die Zahl moderner oder digitalen Messeinrichtungen zugenommen. Sie stieg innerhalb eines Jahres um rund 500.000. Parallel dazu wurden rund zwei Mio. alte Ferraris-Zähler ausgetauscht. Mit rund 41 Mio. Zählpunkten sind sie aber immer noch der Regelfall.


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