Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

22.02.2019

Marktteilnehmer können von der digitalen Energiewelt profitieren

Das Start-up Powerfox will die Lücke beim Smart-Meter-Rollout schließen und auch weniger smarte Zähler kommunikationsfähig machen. Im Interview mit der neuen Publikation "blue oceans" erläutert Gründer Timm Beyer, wie sein Unternehmen Kunden an die digitale Energiewelt heranführt.

energate: Herr Beyer, wie ist Powerfox entstanden?

Beyer: Powerfox ist als Projekt im Austausch mit Eon entstanden. Es ging darum, eine kostengünstige Lösung zu entwickeln, mit der alle Marktteilnehmer von der digitalen Energiewelt profitieren können. Der Rollout von Smart-Meter-Gateways ist ja nur für eine kleine Kundengruppe verpflichtend und ist bei den übrigen Verbrauchern wirtschaftlich auch nicht darstellbar.

energate: Wie funktioniert Powerfox?

Beyer: Verbraucher erhalten in den kommenden Jahren eine moderne Messeinrichtung mit einem digitalen Zähler. Diese einfachen Zähler machen wir über einen Hardware-Aufsatz sendefähig. Dafür nutzen wir das W-Lan des Kunden. Die Messdaten laufen dann in eine App und eine cloudbasierte Datenbank, wo sie aufbereitet werden.

energate: Was machen Sie mit den Messdaten?

Beyer: Wir arbeiten auf einer etablierten Microsoft-Plattform. Dort werden die Daten strukturiert und ausgewertet. Wir setzen dafür Algorithmen ein. Ein Thema ist etwa die Erkennung von Anomalien beim Stromverbrauch.

energate: Was hat der Kunde davon?

Beyer: Wir bieten ihm über die App eine Visualisierung der Verbrauchsdaten. Er kann sehen, wie viel er im Vergleich zu anderen verbraucht. Es gibt auch eine Alarmfunktion, wenn der Verbrauch über den monatlichen Abschlägen oder über zuvor festgelegten Grenzwerten liegt. Auf Basis der Daten bauen wir schrittweise ein Ökosystem auf und bieten Zusatzservices an.

energate: Welche Dienste sind das?

Beyer: Beispielsweise eine Lösung für Betreiber kleiner PV-Anlagen mit einer Leistung bis 7,5 kW peak. Die sind nicht von der Einbauverpflichtung betroffen. Aber es gibt im Markt eine große Anzahl dieser oft schon älteren Anlagen. Über unseren Dienst ermöglichen wir ein datenbasiertes Monitoring, das heißt, der Betreiber kann sehen, wie seine Anlage im Vergleich zu anderen performt oder ob etwa ein Modul ausgefallen ist.

Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von blue oceans, dem Trendradar für die Energiewirtschaft, eine Kooperation von energate und Energieloft.



FOLGEN

NEWSTICKER
16.08.2019

Presse / Netzwerk

Energiebranche fordert weitere Schritte für Wärmemarkt (energate)

06.08.2019

Intern / Contractinganfragen

Contractor für Altbau in Freiburg gesucht

01.08.2019

Projekte / nach Standort

Projekt des Monats: Nahwärme in Moosach – Leuchtturmprojekt für die Energiewende im Landkreis Ebersberg

alle Meldungen

 

17.09.2019, Berlin

Neue Rechtslage der dezentralen Stromversorgung

Das Seminar richtet sich sowohl an neue Marktteilnehmer als auch an bereits im Contracting tätige Akteure. ... mehr

  • Seminar
  • Seminar
  • Seminar