Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

08.03.2019

Konventionelle Heizungen prägen auch 2030 den Wärmemarkt

Trotz geringfügiger Tendenzen hin zum stärkeren Erneuerbaren-Einsatz bei der Wärmeerzeugung bleibt der Heizungsmarkt bis 2030 fest in der Hand von Gas- und Ölheizungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bonner Marktforschungsunternehmens EuPD Research.

Die Studie "Wärmewende Deutschland - Eine Bestands- und Potenzialanalyse des deutschen Heizungsmarktes" wurde auf Basis einer repräsentativen Umfrage unter zehntausend Haushalten erstellt.

Gas- und Ölheizungen dominieren

Die Analyse des Heizungsmarktes für 2018 zeige, dass sich Wärmepumpen als dominierende Heizungsart im Segment Neubau bereits etabliert haben, stellen die Studienautoren fest. Allerdings umfassen die Installationen in diesem Segment gerade einmal 15 % des jährlichen Heizungsmarktes. Die Herausforderung der Wärmewende liege aber in der Modernisierung sowie der Sanierung von bestehenden Heizungssystemen. Und hier gebe es kaum Veränderungen: zwischen 2010 und 2018 seien zwei Drittel der Heizsysteme Gas- oder Ölheizungen. Im wichtigen Segment der Heizungsmodernisierung, welches im Jahr 2018 gut 600.000 Installationen verzeichnete, lag der Anteil von konventionellen Heizungssystemen bei 85% .

"Signifikante Informationsdefizite" bremsen Nachfrage nach erneuerbarer Wärme

"Trotz eines deutlich überalterten Heizungsbestandes werden erneuerbare Heizungstechnologien kaum installiert", heißt es in der Studie weiter. Denn auch 2030 werde voraussichtlich jede zweite installierte Heizung eine konventionelle Brennstoffbasis haben. Auf den Heizungsbestand hochgerechnet, erwarten die Experten von EuPD Research, dass der Anteil erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung im Wohnbereich dann bei einem Fünftel liegen werde. Als Gründe dafür sehen die Studienautoren zum einen bei "signifikanten Informationsdefiziten", die sie bei der Befragung der Haushalte feststellten. Zum anderen seien die hohen Anschaffungskosten ein weiteres Hemmnis.

EuPD Research empfiehlt den Anbietern aber auch dem, Informationslücken der privaten Haushalte zu erneuerbaren Heizungstechnologien zu schließen und wirksame Anreizsysteme zur schnelleren und nachhaltigen Erneuerung des Heizungsmarktes bereitzustellen. /am



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