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22.03.2019

50 Städte haben das Zeug zur Smart City

Von A wie Aachen bis W wie Würzburg: In Deutschland sind 50 deutsche Städte auf dem Weg in die Digitalisierung und verfolgen eigene Smart-City-Initiativen. Das zeigt der "Smart-City-Atlas", den der Digitalverband Bitkom in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software-Engineering (IESE) erstellt hat. Zudem waren 13 weitere Partner, darunter etwa die Telekom, Pricewaterhouse Coopers und Dell beteiligt.

Die meisten künftigen Smart Cities befinden sich demnach in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Wichtigste Themen seien Verwaltung, Mobilität und Energie, so die Autoren.

Laut der Studie befinden sich die Smart Cities in unterschiedliche Phasen: so hätten 19 bereits eine digitale Agenda verabschiedet, 29 seien dabei, eine solche zu entwickeln. Als zentrale Handelsbereiche nannten die Städte allen voran Verwaltung (98 %), Mobilität (92 %) sowie Energie und Umwelt (86 %). Auch Leuchtturmprojekte würden vornehmlich im Bereich Verwaltung (74 %) und Mobilität (60 %) realisiert. Auf Platz drei schafften es hier Datenplattformen (36 %).

Städte mit Förderprogrammen klar vorne

Die 50 Städte verteilten sich auf das gesamte Bundesgebiet. Am häufigsten vertreten seien Nordrhein-Westfalen mit 15 und Baden-Württemberg mit acht Kommunen. Bitkom hebt hervor, dass beide Länder die Digitalisierung von Städten und Regionen mit spezifischen Programmen förderten. Dahinter folgten Bayern (7), Niedersachsen (5) und Sachsen (3). Neben Metropolen und Großstädten wie Hamburg, München oder Leipzig haben es auch 13 Mittelstädte in den Atlas geschafft, darunter Bad Hersfeld (Hessen), Coburg (Bayern) und Lemgo (Nordrhein-Westfalen).

"Digitalisierung zur Chefsache machen"

Die größten Herausforderungen auf dem Weg zu einer Smart City sind nach Angaben der Städte die digitale Teilhabe, die Qualifizierung der Verwaltungsmitarbeiter und der Umgang mit Fragen zu Datenschutz, Datensicherheit und IT-Sicherheit. Der Atlas gibt auch Handlungsempfehlungen an die Hand. So sollten Kommunen etwa die Digitalisierung zur Chefsache machen und für den Prozess eine zentrale Koordinationsstelle schaffen. Wichtig sei außerdem, alle relevanten Akteure vor Ort sowie Mitarbeiter und Bürger einzubeziehen. Auch ein überregionaler Erfahrungsaustausch kann helfen. Von einem umfassenden Masterplan raten die Autoren indes eher ab: Digitalisierung sollte im Kleinen beginnen, Einzelmaßnahmen seien schnell und agil umzusetzen.

Bedingungen für Aufnahme in den Atlas

Voraussetzung für die Aufnahme in den Altas war laut Bitkom, dass in der Kommune eine integrierte Digitalstrategie entwickelt sowie eine ressortübergreifende Organisationseinheit oder ein lokales Partnernetzwerk für die Digitalisierung etabliert wurde. Zunächst hatten die Autoren alle 80 deutschen Großstädte sowie ausgewählte Städte mit weniger als 100.000 Einwohnern anhand bestimmter Kriterien analysiert und 50 ausgewählt. Zwischen Dezember 2018 und März 2019 wurden qualitative Interviews mit Städtevertretern durchgeführt. Diese bildeten die Basis für Steckbriefe mit Angaben beispielsweise zu digitaler Agenda, Organisationsstruktur, Bürgerbeteiligung oder auch je drei Projektbeispielen. Den rund 190-seitigen Atlas hat Bitkom auf seiner Website zum Download bereitgestellt. /dz



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