Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

05.04.2019

VDMA rechnet mit Aufschwung der Brennstoffzellenindustrie

Im Jahr 2018 setzte die Brennstoffzellenindustrie mit Heizgeräten und Stromversorgungsanlagen rund 60 Mio. Euro um. Der Umsatz blieb damit deutlich hinter den beiden Vorjahren und auch den Erwartungen zurück, weil wichtige Zulieferer aus dem Markt gingen und einzelne Unternehmen sich neu orientiert haben.

2019 soll sich dieser Wert auf 120 Mio. Euro verdoppeln und die Zahl der Arbeitsplätze moderat auf 1.500 steigen (2018: 1.400). Das sind die zentralen Ergebnisse einer Konjunkturumfrage der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen (AG BZ). Die Umfrage führt die Arbeitsgemeinschaft seit 2009 alle zwei Jahre unter den Mitgliedern durch. 2019 nahm daran mit 30 Unternehmen die Hälfte der Mitglieder teil.

Deutlicher Umsatzanstieg erwartet

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Restrukturierungen und deutlichen Steigerungen im Zulieferbereich sollte die Branche zurück auf den Wachstumspfad kommen, so der Maschinenbauverband VDMA. Die Teilnehmer der Umfrage rechnen damit, dass die Anzahl der in Deutschland installierten und exportierten Brennstoffzellen-Heizgeräte und Netzersatzanlagen bis zum Jahr 2024 auf 90.000 steigt. Der Umsatz würde dann entsprechend auf 700 Mio. Euro anwachsen, die Zahl der Beschäftigten in der Branche auf 2.700.  

Getragen werde diese Entwicklung weiter vom Marktanlauf im Bereich der Brennstoffzellen-Heizgeräte und dem Wachstum auf speziellen Märkten, wie beispielsweise der unterbrechungsfreien Stromversorgung für kritische Infrastrukturen. Aus Sicht des VDMA spielen entsprechende Förderprogramme für beide Bereiche weiterhin eine entscheidende Rolle. Sowohl das Technologieeinführungsprogramm der KFW für Brennstoffzellen-Heizgeräte als auch die Marktaktivierung von Brennstoffzellensystemen zur autarken Energieversorgung von kritischen und netzfernen Infrastrukturen sollten deshalb fortgesetzt werden, so der Verband.

Weichenstellung für Standort Deutschland

Die Exportanteile der gesamten Brennstoffzellenbranche zeigen laut Umfrage ein sehr heterogenes Bild. Sie liegen teilweise bei über 80 Prozent. Diese sind aus Sicht des Verbandes ein Indikator für die technologische Stärke der Komponentenhersteller, aber auch für die besseren Marktbedingungen in Nordamerika und Asien. Ehrgeizige politische Ziele in China sowie Ankündigungen aus Korea und Japan zeigen, dass in den nächsten zwei Jahren im Mobilitätssektor weitreichende Entscheidungen zu erwarten sind. Diese Entscheidungen würden aus Sicht der Umfrageteilnehmer spürbare Auswirkungen auf die globale Brennstoffzellenindustrie und die Umsätze in Deutschland haben. Deshalb gelte es jetzt auch, die richtigen Weichenstellung für den Standort Deutschland zu treffen, mahnte Manfred Stefener, Vorstandsvorsitzender der VDMA AG BZ.

"Die politische Diskussion im Mobilitätsbereich in Deutschland fokussiert stark auf den PKW-Sektor. Was dabei vernachlässigt wird, ist der für den Klimaschutz mindestens genauso wichtige Bereich der Heavy-Duty-Anwendungen",sagte Stefener weiter. Bei Nutzfahrzeugen, Bussen, Kommunalfahrzeugen und Bahnen sowie in der Schifffahrt würden die Vorteile der Brennstoffzelle ebenfalls zur Geltung kommen - beispielsweise das geringe Gewicht, kurze Betankungszeiten und hohe Reichweiten. /am



FOLGEN

NEWSTICKER
26.04.2019

Presse / Netzwerk

BGH muss im Fernwärmestreit entscheiden (energate)

24.04.2019

Intern / Contractinganfragen

Contractor für Neubau von 32 Reihenhäusern in Bayern gesucht (nur VfW-Mitglieder)

23.04.2019

Veranstaltungen / Messen

EM-Power 2019 in München

alle Meldungen

 

06.05.2019, Hamburg

Rechtliche Grundlagen des Energieliefer-Contractings

Das Grundlagenseminar informiert Über aktuelle Themen und die gültige Rechtsprechung. ... mehr

  • Seminar
  • Seminar
  • Seminar