Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

28.06.2019

Viessmann bringt Brennstoffzelle ins Mehrfamilienhaus

Der Heiztechnikhersteller Viessmann startet in Kooperation mit einer Wohnungsgesellschaft in Kassel einen Feldversuch für Brennstoffzellen-Heizungen in einem Mehrfamilienhaus.

Damit komme die für Ein- und Zweifamilienhäuser bewährte Technologie nun erstmals auch in einer größeren Wohneinheit zum Einsatz, teilten die Partner mit. Im Rahmen der auf zwei Jahre angelegten Testreihe erhalten zwei Bestandsgebäude der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte-Wohnstadt mit insgesamt 24 Wohneinheiten die neuen Heizgeräte auf Brennstoffzellenbasis. Diese erzeugen mittels sogenannter kalter Verbrennung neben Warmwasser und Wärme auch Strom zur Eigenbedarfsdeckung. Die dezentrale Erzeugung sei vor allem vor dem Hintergrund stetig steigender Energiepreise von Bedeutung, hieß es.

Zusammenspiel mit Bestandskesseln auf dem Prüfstand

Der Einbau des Brennstoffzellensystems "Vitovalor" erfolgt in den jeweiligen Heizzentralen im Kellergeschoss der Gebäude. Während der gesamten Projektlaufzeit überwachen Viessmann-Techniker kontinuierlich die Funktionsweise der Geräte und registrieren anlaufende Messdaten. Die Erfahrungen aus dem Feldtest will Viessmann nutzen, um die Systeme zur Marktreife weiterzuentwickeln. "Wir testen den Einsatz und den Dauerlauf unserer Modellanlagen auf diese Weise erstmals unter realen Betriebsbedingungen in größeren Mehrfamilienhäusern", erklärte Gerald Müller, Leiter Forschung und Entwicklung der Viessmann Werke Allendorf. Besonders die Praxistauglichkeit im Zusammenspiel mit dem Bestandskessel ließen sich so im Langzeittest untersuchen.

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte-Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit über 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie mit zu den größten deutschen Wohnungsunternehmen. Bis 2024 will das Unternehmen laut eigenen Angaben etwa 1,9 Mrd. Euro in den Neubau von Wohnungen und in den Bestand investieren. Unter anderem sollen 4.900 zusätzliche Wohnungen in den nächsten fünf Jahren entstehen. /ml



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