Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

16.08.2019

Mainova und ABG kooperieren bei Fotovoltaik-Mieterstrom

Die Frankfurter Mainova AG hat gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Fotovoltaik-Mieterstromprojekte im Umfang von 3,7 MW realisiert. Der darüber produzierte Ökostrom decke den Bedarf von rund 1.000 Haushalten,

teilte der Energieversorger mit. Anlass der Mitteilung war der Besuch eines Mieterstromprojekts in der Nebeniusstraße durch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. Der Sozialdemokrat ist sowohl Aufsichtsratsvorsitzender der Mainova als auch der städtischen Wohnungsbaugesellschaft. "Seit 2015 haben die beiden Unternehmen zusammen schon rund 160 Fotovoltaikanlagen errichtet", so Feldmann. Damit spare die Stadt im Jahr rund 1.600 Tonnen CO2 ein.

"Mainova und ABG tragen mit dem gemeinsamen Ausbau des Mieterstroms aus Sonnenenergie zur Erreichung unserer städtischen Klimaschutzziele bei", so Feldmann weiter. Mit ihrem großen Gebäudebestand habe die Wohnungswirtschaft eine Schlüsselrolle für die urbane Energiewende. Für ABG-Geschäftsführer Frank Junker hat sich die Partnerschaft mit der Mainova bewährt. "Der emissionsfreie Mieterstrom vom Dach passt in das energetische Gesamtkonzept unseres Unternehmens. Gleichzeitig profitieren unsere Mieter von einem günstigen Ökostromangebot. Nach Angaben der Mainova kann ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh mehr als 100 Euro gegenüber dem Grundtarif sparen.

Mieterstromgesetz: zu bürokratisch und wenig attraktiv

Der Versorger pachtet die Dachflächen von der ABG und plant, installiert, finanziert und betreibt die Anlagen. Die Mainova engagiere sich dafür, den umweltfreundlichen Strom weiter auszubauen, erläuterte Norbert Breidenbach. "Als Marktführer bei Fotovoltaik-Mieterstromanlagen nehmen wir dabei deutschlandweit eine Vorreiterrolle ein", gibt sich der Mainova-Vorstand selbstbewusst. Insgesamt habe der Versorger bereits 200 Anlagen mit einer Leistung von 5 MW im Portfolio. Dass das Mieterstromgesetz bundesweit hinter den Erwartungen zurückbleibt, liegt aus Sicht der Mainova daran, dass die Vorgaben zu bürokratisch und das Gesetz wenig attraktiv ist, wie das Unternehmen via "Twitter" mitteilt. Weil das Mieterstromgesetz nicht den erhofften Zubau ausgelöst hat, hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine Novelle für den kommenden Herbst angekündigt (energate berichtete). /tc



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