Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

18.10.2019

Studie: Hamburg ist Deutschlands smarteste digitale Großstadt

Der IT-Branchenverband Bitkom attestiert Deutschlands Großstädten großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung des öffentlichen Raums. Der erste Bitkom-Smart-City-Index macht vor allem die Bereiche Energie und Umwelt sowie öffentliche Verwaltung als Schwachpunkte aus.

Die aktuell mit Abstand smarteste Smart City ist demnach Hamburg vor Karlsruhe und Stuttgart. Dabei erreichte dieses Trio auch im Energiesegment und bei der Mobilität Spitzenwerte. Komplettiert wird die Top 5 der Rangliste von Berlin und München. Während Berlin unter anderem wegen der Entwicklungsinitiative "Smart City Lab" punktete, lobt der Verband in München unter anderem das Lorawan-Netz und das Smart-Lighting-Konzept der Stadt. Am Ende der Gesamtwertung aller 81 Städte rangieren Remscheid, Bergisch Gladbach und Salzgitter.

E-Mobilität als zentraler Smart-City-Indikator

Die hauseigene Analystenabteilung von Bitkom untersuchte, wie breit das digitale Endkundenangebot in Deutschlands 81 Städten mit mehr als 100.000 Bewohnern angelegt ist. Im Fokus standen die fünf Kategorien Verwaltung, IT- und Telekommunikationsinfrastruktur, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft. In den einzelnen Kategorien vergaben die Analysten bis zu 100 Punkte. Im Bereich Energie und Umwelt schauten die Analysten unter anderem darauf, inwiefern die Kommunen über Ladeinfrastruktur für E-Autos verfügen, wie hoch der Fotovoltaikanteil am Gesamtstromverbrauch ist oder inwiefern die Städte auf Smart-City-Sensorik an Straßenlaternen und Müllcontainern setzen. In Sachen Mobilität konnten die Kommunen punkten, wenn sie auf intelligente Verkehrsleitsysteme setzen oder beispielsweise Car- und Ridesharing-Angebote im Programm haben. Außerdem ging es um den Verbreitungsgrad von W-Lan, Glasfaser und Co sowie E-Government-Angeboten und Open-Data-Plattformen.

Digitalisierungsgrad nicht unbedingt eine Frage des Geldes

Insgesamt seien Deutschlands Großstädte in Sachen Digitalisierung weit von einer Vorreiterrolle entfernt, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Gleichwohl gebe es inzwischen zahlreiche Initiativen, die vielerorts allerdings noch im Pilotstadium seien, betonte er. "Nicht nur strukturschwache Kommunen haben Nachholbedarf", so Berg. Auch finanziell und soziodemografisch besser gestellte Kommunen wie Erlangen (Platz 54) oder Reutlingen (Platz 68) hätten entgegen der Erwartung hintere Plätze belegt, so Berg weiter. Als Beispiel für eine klamme Kommune auf den vorderen Rängen des Index nannte Berg wiederum Berlin. Ebenfalls unerwartet aus Sicht des Bitkom ist der weite Abstand, mit dem Hamburg das Gesamtranking anführt. "Das ist schon ein Ding", sagte Berg. Als internationale "Leuchttürme" in Sachen Smart City bezeichnet der Verband Wien, London und Amsterdam. /pa



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