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01.11.2019

Klimapaket führt zu Stornierungen im Heizungsbau

Die Heizungsbranche beklagt eine massive Verunsicherung der Verbraucher durch die von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen zur CO2-Reduzierung in Gebäuden.

Die Ankündigungen haben nach Angaben des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) im Heizungsbau zu Auftragsstornierungen in dreistelliger Millionenhöhe geführt. Dies habe eine Befragung unter den Mitgliedsbetrieben ergeben, teilte der Verband mit. Demnach habe allein in den vier Wochen nach Bekanntgabe der geplanten Fördermaßnahmen über ein Drittel der rund 24.000 Innungsbetriebe durchschnittlich jeweils zwei Auftragsstornierungen erhalten. "Damit ist das eingetreten, was wir befürchtet und wovor wir die Politik gewarnt haben", erklärte Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Das Heizungsbauerhandwerk fordert deshalb die Politik unter anderem auf, Fördermaßnahmen auch rückwirkend zu gewähren.

ZVSHK: Gerechtigkeitslücke muss geschlossen werden

Neben unklarer Festlegung angekündigter Förderbausteine, Austauschprämien und steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten trage auch das jüngst beschlossene Gebäudeenergiegesetz (GEG) (energate berichtete) zu einer weiteren Verunsicherung bei. Es legt unter anderem fest, dass der Einbau neuer Ölheizungen nur noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein soll. "Was soll unser Handwerk den rund 3,1 Mio. Betreibern alter Ölheizungen raten, die vor allem in ländlichen Gebieten gar keine Möglichkeit haben auf Gas umzurüsten oder zu darstellbaren Kosten auf erneuerbare Hybridlösungen umzustellen?", fragte Bramann. Hier müsse dringend eine Gerechtigkeitslücke geschlossen werden.

Im Sinne einer klaren Verbraucheransprache fordert das Heizungsbauerhandwerk zudem, die verschiedenen Fördermodelle für einen Heizungstausch gleichwertig auszugestalten. Geplant sind bisher die steuerliche Förderung von 20 % auf drei Jahre, eine Austauschprämie für Ölheizungen bis zu 40 % und KFW-Zuschüsse derzeit bis zu 15 % der Investitionssumme. Hier beginne für die Handwerker und Kunden "das große Rechnen". Es brauche mehr Transparenz und Vereinfachung, so der ZVSHK. /ml



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