Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

Hannover, 26.01.2017

Einspar-Contracting – Modell der Zukunft?

CO2-Einsparungen von z. T. über 50 %, dauerhafte Energiekostensenkung, Einsatz modernster und hocheffizienter Technologien und Einspargarantien sind nur einige der zahlreichen gewichtigen Argumente, die für das Einspar- bzw. Energiespar-Contracting (ESC) bei der energetischen Sanierung von Gebäuden sprechen. Dennoch ist ESC bei vielen Kommunen, Gebäudeverwaltern und Eigentümern weitgehend unbekannt. Eine aktuelle Studie der Berliner Energieagentur zeigt, dass 60 % der Gebäudeexperten in der EU keine Erfahrung mit dem ESC haben und solchen Dienstleistungen abwartend und teilweise skeptisch gegenüberüberstehen.

Beim ESC legen sich Energiedienstleister auf verbindliche Einsparziele fest, deren Einhaltung vertraglich garantiert wird. Die erforderlichen Investitionen und Dienstleistungen für die energetische Modernisierung refinanzieren sie dabei aus den vertraglich garantierten Einsparungen. Der große Vorteil des ESC ist, dass die fachliche Kompetenz des Contractors für Planung, Bau und Betrieb der Gebäudetechnik genutzt und das wirtschaftliche und technische Risiko sowie ggf. die Finanzierung an diesen übertragen wird. Die Energiekosten werden somit planbarer, die nachhaltige Qualität der Maßnahmen wesentlich besser. Der besondere Charme liegt beim ESC darin, dass der Contractor wie auch der Auftraggeber ein großes Interesse am Erfolg des Projektes hat – es handelt sich also um eine echte win-win-Situation.

Es gibt eine Reihe von rechtlichen und technischen Veränderungen, die notwendig sind, um eine weitere Verbreitung der ESC Effizienzdienstleistung zu erzielen. Dies sind z. B. folgende Punkte:

ESC Projekte erfordern eine sorgfältige Vorbereitung. Damit fühlen sich Gemeinden und Gebäudeeigentümer häufig überfordert. Sie scheuen aber auch die Investition in eine solide Projektvorbereitung, obwohl diese von der BAFA gefördert wird. So unterbleiben entsprechende Ausschreibungen und Effizienzpotentiale werden nicht ausreichend erschlossen. Gemeinden und Gebäudeeigentümer sollten daher nicht länger zögern, ihren Gebäudebestand mit ESC energetisch „auf Vordermann“ bringen zu lassen. Nur so lassen sich die Energieverbräuche und CO2-Emissionen deutlich nachhaltig senken, was langfristig gesehen zu einer erheblichen Entlastung der Haushalte führt und nebenbei auch noch das Klima schont.

Der VfW – die führende Interessensvertretung für Contracting und Energiedienstleistungen hat im Jahr 2008 einen Arbeitskreis Einspar-Contracting gegründet mit dem Ziel, die Vorteile dieser Energiedienstleistung transparent zu machen und einen Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten. Weitere Informationen zum ESC sind unter www.einsparcontracting.eu und www.energiecontracting.de erhältlich.


Ansprechpartner für Rückfragen:
Volker Schmees volker.schmees@vfw.de, Tel.: 0511 36590-14


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