Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

Hannover, 04.07.2017

VfW begrüßt neues Mieterstromgesetz

Am 30.06.2017 verabschiedete der Bundestag das sogenannte Mieterstromgesetz, welches eine Förderung von Solarstrom festlegt, wenn dieser vom Hausdach direkt an die Mieter geliefert wird. Der VfW – die führende Interessensvertretung von Contracting und Energiedienstleistung begrüßt die Verabschiedung noch vor der Sommerpause, sieht jedoch auch viel verschenktes Potential.

Effizienzdienstleistern, wie den Contractoren bietet das Mieterstromgesetz eine Umsetzungsunterstützung: Zum einen da sie mit der Vergütung von 3,8 Cent je Kilowattstunde einen günstigeren Preis den Mietern anbieten können. Zum anderen ist durch das Gesetz eine bessere Rechtsgrundlage geschaffen worden, die eine höhere Planungssicherheit bietet. Dennoch sieht der VfW das Gesetz nicht nur positiv, da die Förderung nur auf Wohngebäude bzw. Gebäude mit mindestens 40 % Wohnanteil und ausschließlich Solaranlagen beschränkt ist und dadurch enorme CO2 Einsparpotenziale bei z. B. Gewerbe- und Industriegebäuden nicht genutzt werden können.

Der VfW hat sich bei der gesamten Gesetzesinitiative seit Anfang 2017 intensiv mit persönlichen Politikergesprächen und Stellungnahmen eingebracht und konnte dabei einige Erfolge zur Verbesserung der Rechtsgrundlage erzielen. Die geschäftsführende Vizepräsidentin des VfW, Frau Dipl.-Ing. Birgit Arnold, meint dazu: „Wir sind erfreut, dass die zahlreichen Maßnahmen des VfW Früchte getragen haben und somit zumindest teilweise eine Verbesserung aus Sicht der Energiewendeziele geschaffen wurde. So gilt die Förderung entgegen des Ursprungsentwurfs auch für Nebengebäude und Quartierslösungen.“

Für interessierte Unternehmen, die auch Mieterstrommodelle mit in ihr Portfolio aufnehmen möchten, bietet der VfW am 11.07.2017 das Seminar Mieterstrom – Grundlagen der dezentralen Stromversorgung in Berlin an, in welchem vor allem auf das neu geschaffene Gesetz eingegangen wird und aufgezeigt wird, welche Besonderheiten und Fallstricke bei Mieterstrommodellen mit KWK und Solarenergie zu beachten sind.

Weitere Informationen und die Stellungnahmen des VfW sind unter www.energiecontracting.de erhältlich.


Ansprechpartner für Rückfragen:
 
Volker Schmees volker.schmees@VfW.de, Tel.: 0511 36590-14


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