Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

Hannover, 03.11.2017

10 Punktepapier: VfW veröffentlicht Maßnahmenkatalog zu den Koalitionsverhandlungen

Zu den Koalitionsverhandlungen, die zu Beginn der neuen Regierungsperiode stattfinden, veröffentlicht der VfW sein 10 Punktepapier mit Maßnahmen, welche für das Erreichen der Ziele der Energiewende notwendig sind.

Nach aktuellen Hochrechnungen wird das Klimaziel, eine 40 prozentige Reduktion des CO2-Ausstoßes bis 2020 um etwa 19 % verfehlt. Wenn keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, wird bestenfalls eine Reduzierung um 32,5 % erreicht werden.

Der VfW sieht die Vernachlässigung des Wärmesektors als eine der Hauptursachen, die zu der bisherigen mangelhaften Reduzierung geführt haben. Da der Wärmesektor einen sehr großen Anteil des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland ausmacht, ist dies der ideale Ansatzpunkt um aufzuholen. Der VfW fordert die neue Bundesregierung auf folgende 10 Maßnahmen zur Förderung der Energiewende umzusetzen:

  1. CO2-Emissionen finanziell belasten
  2. Keine Diskriminierung von Effizienzmaßnahmen
  3. Vorbildfunktion des Bundes und der Länder
  4. Verpflichtung zu Wärmemengenzählern und Mindesteffizienzstandards
  5. Harmonisierung von Schnittstellen für Monitoring
  6. Eigenbetrieb und Energiedienstleistungen gleichstellen
  7. Kostenvergleichsrechnung der WärmeLV verbessern
  8. Gleichstellung der Wärmewende
  9. Wärmenetze öffnen
  10. Förderung nur bei wirksamem Effizienznachweis

Energieeffizienz ist eine der wichtigsten Säulen für die Energiewende. Um ein möglichst hohes Maß an Energieeffizienz zu erzielen, ist es neben der Verwendung einer hocheffizienten und CO2 einsparenden Technologie wesentlich, die Energieerzeugungsanlagen professionell zu betreiben und die Anlagen optimal auszulegen, sowie weitere Einsparmaßnahmen wie z. B. der hydraulische Abgleich vorzunehmen. Norbert Krug, Präsident im VfW fordert: „Diese komplexen Vorgänge können nur durch Experten wie Contractoren/Energiedienstleister umgesetzt werden. Es ist daher von großer Bedeutung, dass die zukünftigen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Contracting und Energiedienstleistungen verbessert werden. Vorbildlich sollten öffentliche Träger handeln, indem sie Contractoren bei der Sanierung von öffentlichen Gebäuden einbinden.“

Den gesamten Maßnahmenkatalog erhalten Sie hier.

Weitere Stellungnahmen des VfW sind auf www.energiecontracting.de erhältlich.

Ansprechpartner für Rückfragen:
Volker Schmees Volker.Schmees@VfW.de, Tel.: 0511 36590-14


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