Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting

Hannover, 29.01.2020

Contractingverband VfW fordert Gleichstellung von Effizienzdienstleistungen und Eigenversorgung

Im Rahmen des ersten parlamentarischen Frühstücks des VfW gestern in Berlin diskutierten die Bundestagsabgeordneten Dr. Julia Verlinden (Grüne) und Timon Gremmels (SPD), Mitarbeitern von MdBs und Energiedienstleistern über die wesentlichen Hemmnisse bei der Umsetzung der Effizienzdienstleistung Contracting.

Mit dezentralen Effizienzdienstleistungen bringen Contractoren die Energiewende dahin, wo sie hingehört: Vor Ort zu den Bürgerinnen und Bürgern, zu Gewerbe und Industrie. Sie versorgen Häuser und Quartiere mit Wärme, Strom, Kälte, Licht, aber auch mit Lösungen rund um Mobilität. Technologieoffen, sicher und mit einem Versprechen für Energieeffizienz. Trotz dieser schlagkräftigen Argumente sind die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Contracting-Lösungen insbesondere im Gebäudebestand nach wie vor unzureichend.

Tobias Dworschak, VfW Geschäftsführer: „Wir haben uns sehr über das Interesse der Abgeordneten und Mitarbeiter an unserem Contracting-Frühstück gefreut. Im Rahmen eines reichhaltigen Frühstücks konnten wir uns sehr gut und intensiv über die Leistungsfähigkeit des Contracting austauschen und Themen platzieren, die uns am Herzen liegen. Doch diese Leistungsfähigkeit kann sich nur entfalten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

Eines der wesentlichen Hemmnisse bei der Umsetzung ist die Ungleichbehandlung von Energiedienstleistern und Eigenversorgern: Nach aktueller Rechtslage ist die Umlegung der Wärmelieferungskosten nur möglich, solange diese unterhalb oder gleichauf mit den bisherigen Kosten der Wärmeversorgung liegen. Bei einer Modernisierung durch den Vermieter mit Eigenversorgung können jedoch auch höhere Kosten umgelegt werden. Dies führt dazu, dass in vielen Fällen die Durchführung der Modernisierung durch einen Energiedienstleister nicht möglich ist. Es entsteht ein Modernisierungsstau, da die Sanierung oft gar nicht durchgeführt wird.

Ähnlich ist es bei der EEG-Umlage: Energiedienstleister müssen die volle Umlage zahlen, während Eigenversorger nur 40 % zahlen müssen.

„Wir fordern eine Anpassung der bestehenden Gesetzeslage. Die energetische Modernisierung der Wärmeversorgung durch einen Energiedienstleister muss umlegbar sein, solange die dabei entstehenden Kosten unterhalb der Kosten liegen, die bei einer Modernisierung durch den Vermieter zu erwarten wären. Außerdem sollten auch Energiedienstleister nur 40 % der EEG-Umlage zahlen müssen“ so Dworschak zur Ungleichbehandlung.

Weitere Informationen sind auf www.energiecontracting.de erhältlich. Bildmaterial finden Sie im Anhang.

VfW - Verband für Wärmelieferung e.V.
Tobias Dworschak, Geschäftsführer
hannover@vfw.de / 0511 36590-0
www.energiecontracting.de



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