Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting
Kostenvergleich vor Umstellung auf Wärmelieferung

Fragen und Antworten zum
VfW-Kostenvergleichsrechner

 

  • Dürfen bei der Berechnung der Bestands­kosten alle Betriebs­kosten­positionen berücksichtigt werden, welche rechtlich umlagefähig sind oder werden nur Koste­nbestandteile herangezogen, die dem Mietern tatsächlich in Rechnung gestellt wurden?


Antwort:

Hierzu liefert die Wärme­liefer­verordnung keine eindeutige Aussage, sodass beide Interpretations­möglich­keiten denkbar wären. Der Begründung der Verordnung ist aber zu entnehmen, dass alle die Kosten in den Vergleich einbezogen werden sollen, die zukünftig in den Wärmelieferungs­kosten enthalten sind. Das spricht für die Einbeziehung auch solcher Kosten, die bisher nicht umgelegt worden sind, aber umgelegt werden könnten.

 

  • Kann man zur Ermittlung des Jahres­nutzungs­grades die Heiz­kosten­verteiler heranziehen?


Antwort:

Nein, da Heizkostenverteiler keine absoluten Verbräuche erfassen sondern mit ihnen lediglich Verhältnismäßigkeiten ermittelt werden können.

 

  • Gelten die Bestimmungen der Wärmelieferverordnung auch, wenn von einer Wärmeversorgung aus Heizgeräten, die der Mieter betreibt (Öfen, Nachtspeicherheizung, Gasthermen etc.) auf eine zentrale Wärme­versorgung umgestellt werden soll?


Antwort:

Nein.

 

  • Was kann ich tun, wenn die Kostenneutralität laut Kostenvergleichsrechner nicht gegeben ist?

 

Antwort:

Hier sind mehrere Ansätze denkbar. Zum Einen könnte eine Kurzzeit­messung vorgenommen werden, über die ein anlagenspezifischer Jahres­nutzungs­grad abgeleitet werden kann. Dies gilt analog für eine Langzeitmessung. Der so ermittelte Jahres­nutzungs­grad kann direkt in den Kosten­vergleichs­rechner einge­tragen werden. Falls der durch eine Messung ermittelte Jahres­nutzungs­grad niedriger, also schlechter ist als der durch den Kosten­vergleichs­rechner berechnete, nähert sich die Kalkulation der Kostenneutralität. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Investitionskostenzuschuss durch den Vermieter, wodurch der Contractor einen geringeren Wärme­mischpreis anbieten kann und somit ggf. die Kostenneutralität erreicht. Der gleiche Effekt kann möglicherweise auch durch eine verlängerte Vertrags­dauer erreicht werden (Achtung: Vertrags­laufzeiten über 10 Jahren müssen durch Individual­abreden vereinbart werden!). Es ist nicht möglich, dass der Vermieter einen gezahlten Investitions­kostenzuschuss als Begründung für eine Erhöhung der Kaltmiete verwendet.

 

  • Warum gibt es im Kostenvergleichsrechner nicht die Möglichkeit einen Investitionskostenzuschuss einzutragen?

 

Antwort:

Wird vom Vermieter ein Investitions­kosten­zuschuss geleistet, fließt dieser in die Projekt­kalkulation des Contractors mit ein. Die Auswirkungen des Investitions­kosten­zuschusses auf die kalkulierten Preise sind jedoch abhängig von mehreren Faktoren (z.B. Fremdkapitalzins oder Vertrags­laufzeit) die Unternehmens- und Projektspezifisch sind. Daher wird von der direkten Einbindung des Investitions­kosten­zuschusses in die Kostenneutralitätsberechnung abgesehen.

 

  • Berücksichtigt die Wärmelieferverordnung die Vorteile von Techniken, die besonders umweltschonend, jedoch möglicherweise teurer sind?

 

Antwort:

Nein, die Kostenneutralitätsberechnung ist unabhängig von der gewählten Technik durchzuführen.

 

  • Wer muss dem Mieter gegenüber die Vorankündigung übermitteln?

 

Antwort:

Der Vermieter. Dieser wird jedoch in der Praxis auf die Zuarbeit des Contractors angewiesen sein.

 

  • Wo gebe ich im Kostenvergleichsrechner die Effizienzverbesserung ein?

 

Antwort:

Die Effizienzverbesserung wird in der Kosten­neutralitäts­berechnung nicht direkt berücksichtigt. Indirekt geht sie über die vom Contractor kalkulierten Preise mit ein.

 


 

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