Hintergrund Energiedienstleistung ContractingEinspar-Contracting
Das ist Contracting

Satzung des VfW

Präambel

Der Verband für Wärmelieferung e.V. hat sich seit seiner Gründung im Jahre 1989 die Aufgabe gestellt, das aus einem Forschungsvorhaben entwickelte Konzept „Wärmelieferung“ zu verbreiten, welche sich innerhalb kürzester Zeit auf dem Gebiet der Energielieferung ausdehnte.

Der VfW hat langjährige Erfahrung in der Schulung von Contractoren und Ingenieuren, in der Weiterbildung von Juristen, aber auch in der Unterstützung von Wohnungsbaugesellschaften bei der Einführung des Contracting in ihrem Wohnungsbestand. Umfangreiche gutachterliche Tätigkeiten zur Beurteilung von Contracting-Verträgen und Contracting-Kalkulationen für Mieter und Vermieter runden diese Erfahrungen ab. Weiterhin werden sämtliche Anfragen und Anforderungen koordiniert und im Bedarfsfall an die entsprechenden Fachleute weitergeleitet.

Die Energielieferung geht jeden an und betrifft jeden.

Der Verband für Wärmelieferung e.V. fördert deshalb alle Maßnahmen, um von der Heizwärmeerzeugung zur Energielieferung durch rationelle Energieerzeugung und Einsatz von regenerativer Energie zu kommen und dadurch die CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren.

  • § 1 Name, Sitz

 

§ 1 Name, Sitz

(1) Der Verein führt den Namen »Verband für Wärmelieferung e.V.«. Er ist in das Vereinsregister eingetragen.
(2) Der Vereinssitz und die Geschäftsstelle befinden sich in Hannover.

 

  • § 2 Zweck

§ 2 Zweck

(1) Zweck des Vereins ist der Umweltschutz durch Verringerung von CO2 und anderen Schadstoffemissionen aus Heizanlagen und anderen Energieanlagen durch Einsatz neuer Technologien, Verfahren, Dienstleistungen sowie durch optimalen Brennstoffeinsatz.
(2) Zur Erfüllung dieses Zweckes führt der Verein folgende Aufgaben durch
a) Unterstützung von Interessenten an der Energielieferung.
b) Information über die Energielieferung bei Besitzern von Miet- und Eigentumswohnungen, bei der Öffentlichen Hand, bei Mietern und anderen.
c) Koordinierung eines Erfahrungsaustauschs über die Interessen der Energielieferanten, der Energiebezieher, der Hauseigentümer und der Mieter.
d) Ausarbeitung von Richtlinien und Voraussetzungen, die die umweltgerechte Handhabung der Energielieferung sicherstellt. Alle Fachbetriebe sind berechtigt, das eingetragene Verbandssiegel des Verbandes für Wärmelieferung e.V. zu führen, wenn sie die in der Siegelordnung festgelegten Bedingungen erfüllen.
(4) Der Verein ist selbst kein Energielieferant und verfolgt auch keine wirtschaftlichen Interessen.

  • § 3 Mitgliedschaft

§ 3 Mitgliedschaft

(1) Der Verein hat
a) ordentliche Mitglieder
b) fördernde Mitglieder
(2) Ordentliche Mitglieder sind natürliche oder juristische Personen, die sich den Zielen des Vereins in besonderer Weise verbunden fühlen und ihn aktiv unterstützen.
(3) Fördernde Mitglieder sind natürliche oder juristische Personen, die den Verein finanziell oder ideell unterstützen.
(4) Die Mitgliedschaft ist schriftlich beim Präsidium zu beantragen. Über die Annahme des Antrages entscheidet das Präsidium. Seine Entscheidung ist endgültig.

  • § 4 Beginn und Ende der Mitgliedschaft

§ 4 Beginn und Ende der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft beginnt mit der Aufnahme nach Zahlung des Aufnahme- und Jahresbeitrages.

(2) Jedes Mitglied ist verpflichtet, den Jahresbeitrag zu entrichten. Die Höhe des Beitrages wird durch die Mitgliederversammlung festgelegt.

(3) Die Mitgliedschaft endet
a) durch Austritt, der dem Präsidium schriftlich, mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalenderjahres, erklärt werden muss,
b) durch Nichtentrichten des Jahresbeitrages nach Mahnung, die unter Fristsetzung durch die Geschäftsstelle erfolgt,
c) durch Ausschluss, der bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Interessen des Vereins durch Beschluss des Präsidiums erfolgen kann, nachdem der Betroffene die Möglichkeit hatte, von seinem Widerspruchsrecht vor der Mitgliederversammlung als oberstem Gremium Gebrauch zu machen,
d) bei Tod der natürlichen Mitglieder oder Liquidation der juristischen Pernsoen.

  • § 5 Vertragsstrafen

§ 5 Vertragsstrafen

(1) Für folgende missbräuchliche Verwendungen des Verbandssiegels werden Vertragsstrafen vereinbart:
a) Verwendung des Verbandssiegels trotz Aberkennung.
b) Weiterverwendung des Verbandssiegels nach Kündigung über den Kündigungszeitraum hinaus.
c) Verwendung eines unzulässigen Verbandssiegels (z.B. falsche Farben, unzulässige Abänderungen in Form und Größe, unzulässige Textzusätze).
d) Keine Rückgabe der Siegelurkunde trotz Mahnung.

(2) Die Vertragsstrafe wird nach einem erstmaligen schriftlichen Hinweis auf Missstände und dem Verbot der Weiterverwendung des Verbandssiegels fällig, sofern ein weiterer Verstoß festgestellt wird. Auch wiederholte Verstöße werden geahndet. Der schriftliche Hinweis erfolgt an den Inhaber (Geschäftsführer /Präsidium) der verbandssiegelführenden Firma.

(3) Die Vertragsstrafe beträgt für den 1. Fall der unzulässigen Verwendung € 6.000,00, für jeden weiteren Fall € 16.000,00.

  • § 6 Organe

§ 6 Organe

(1) Die Organe des »Verbandes für Wärmelieferung e.V.« sind:
- Die Mitgliederversammlung (§7)
- Das Präsidium (§8)

(2) Die Gremien des »Verbandes für Wärmelieferung
e.V.« sind:
- Die Beiräte (§9)
- Die Jahrestagung (§10)

  • § 7 Mitgliederversammlung

§ 7 Mitgliederversammlung

(1) Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal in jedem Geschäftsjahr statt. An ihr sind ausschließlich die ordentlichen Mitglieder des Vereins zur Teilnahme berechtigt. Dazu sind die ordentlichen Mitglieder mindestens einen Monat vor dem Termin unter Beifügung der Tagesordnung schriftlich einzuladen.
(2) Die Mitgliederversammlung wird von dem Präsidenten oder einem anderen Präsidiumsmitglied geleitet.

(3) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der ordentlichen Vereinsmitglieder anwesend ist. Die Beschlussfassung erfolgt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit die Satzung nicht eine andere Mehrheit bestimmt; bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Stimmenübertragung ist in schriftlicher Form zulässig.
(4) Die Mitgliederversammlung ist zuständig:
a) für die Wahl des Präsidiums,
b) für die Genehmigung der Jahresrechnung und des Jahresberichtes des Präsidiums,
c) für die Entlastung des Präsidiums,
d) für die Satzungsänderungen,
e) für die Auflösung des Vereins,
f) für die Festsetzung der Mitgliedsbeiträge

(5) Satzungsänderungen erfordern eine Zwei-Drittel-Stimmenmehrheit.

(6) Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden, wenn nicht anders durch die Mitgliederversammlung festgelegt, durch die Geschäftsführung protokolliert. Das Protokoll wird vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer unterzeichnet. Es ist innerhalb von vier Wochen nach Durchführung der Mitgliederversammlung zu verschicken. Beschlüsse können auch in Textform gefasst werden.

(7) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn ein Drittel der ordentlichen Mitglieder diese unter Angabe des Grundes beim Präsidium beantragt. Die Bestimmungen für eine ordentliche Mitgliederversammlung gelten entsprechend.

(8) Eine Mitgliederversammlung kann auch unter der Verwendung von technischen Kommunikationsmitteln (insbesondere Telefon-/Videokonferenz, Chat) stattfinden. Für eine solche Mitgliederversammlung gelten die bevorstehenden Vorschriften entsprechend.

  • § 8 Das Präsidium

§ 8 Das Präsidium

(1) Das Präsidium besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Das Präsidium regelt seine innere Verfassung durch eine Geschäftsordnung.

(2) Die Präsidiumsmitglieder werden durch die Mitgliederversammlung gewählt und bleiben bis zum Ende der Mitgliederversammlung, in der ein neues Präsidium gewählt wird, im Amt. Ihre Amtszeit beträgt fünf Jahre. Wiederwahl ist zulässig.

(3) Das Präsidium ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel der Präsidiumsmitglieder anwesend sind. Es beschließt mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt.

(4) Im Außenverhältnis wird der VfW durch mindestens zwei Mitglieder des Präsidiums vertreten. Die Vertretungsregelung im Innenverhältnis wird durch die Geschäftsordnung geregelt.

(5) Das Präsidiums ist zuständig für:
a) die laufenden Geschäfte des Vereins,
b) die Aufnahme von Mitgliedern,
c) den Ausschluss von Mitgliedern,
d) die Vorbereitung der Mitgliederversammlung,
e) die Besetzung des Beirates,
f) die Festlegung des Versammlungsortes.

(6) Das Präsidium erhält zusätzlich zur Aufwandsentschädigung eine betriebliche Altersversorgung. Einzelheiten regelt die Mitgliederversammlung.

(7) Die Besetzung der Beiräte erfordert einen einstimmigen
Beschluss.

(8) Das Präsidium haftet nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

  • § 9 Beirat

§ 9 Beirat

(1) Der Beiräte besteht aus Persönlichkeiten, die als Einzelpersonen oder als Institutionen berufen werden.

(2) Beiräte können zu verschiedenen Fachbereichen gegründet werden. Sie unterstützen den VfW in allen ihr Fachgebiet betreffenden Belangen.

(3) Sollte die Tätigkeit im Beirat in Art und Umfang über ein Ehrenamt hinausgehen, dann kann das Präsidium die Vergütung einzelner oder aller Beiratsmitglieder beschließen. In diesem Fall wird eine Vergütungsvereinbarung abgeschlossen.

  • § 10 Jahrestagung

§ 10 Jahrestagung

1) Die Jahrestagung ist die Versammlung aller ordentlichen und fördernden Mitglieder des Vereins. Sie stellt keine Mitgliederversammlung im Sinne des § 32 BGB dar. Für sie gelten nur die nachfolgend aufgeführten Bestimmungen.

(2) Die Jahrestagung findet jährlich statt. Alle ordentlichen und fördernden Mitglieder sind hierzu eingeladen.

(3) Die Teilnehmer der Jahrestagung können Beschlussvorlagen an das Präsidium beschließen. Beschlussvorlagen sind als Empfehlung der Teilnehmer der Jahrestagung an das Präsidium für dieses nicht bindend. Sie müssen allerdings zum Gegenstand der ersten auf die Jahrestagung folgenden Präsidiumssitzung gemacht werden. Die Mitglieder des VfW sind über die Diskussion über die Beschlussvorlage im Präsidium in geeigneter Form zu unterrichten.

  • § 11 Geschäftsjahr

§ 11 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

  • § 12 Auflösung

§ 12 Auflösung

(1) Über die Auflösung des Verbandes für Wärmelieferung e.V. beschließt eine zu diesem Zweck ordnungsgemäß einberufene außerordentliche Mitgliederversammlung. Sie ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Viertel der ordentlichen Mitglieder anwesend oder vertreten sind. Ist diese Mitgliederversammlung beschlussunfähig, so ist die erneut einzuberufende Mitgliederversammlung ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden oder vertretenen Mitglieder beschlussfähig.

(2) Für den Auflösungsbeschluss ist eine Mehrheit von drei Vierteln der Stimmen der anwesenden oder vertretenen Mitglieder erforderlich.

(3) Bei Auflösung des Verbandes für Wärmelieferung e.V. ist das nach Erfüllung der Verpflichtungen verbleibende Vermögen gemeinnützigen Zwecken auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet zuzuführen. Im Rahmen dieser Zweckbestimmung beschließt die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Präsidiums über die Art der Verwendung des Vermögens.

  • § 13 Liquidation

§ 13 Liquidation

(1) Wenn das Präsidium die Liquidation nicht selbst durchführen will, bestellt die Mitgliederversammlung die Liquidatoren durch Beschluss. Die Liquidatoren sind gesamtvertretungsberechtigt.

Hannover, 3. Dezember 2011

 

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