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23. Fachkongress Zukunftsenergien der EnergieAgentur.NRW

11.02.2019 | Der 23. Fachkongress Zukunftsenergien der EnergieAgentur.NRW hatte als Oberthema „Das Energiesystem der Zukunft“ und bildete erneut den Auftakt zur Messe „E-world energy & water“. Nach den einleitenden Worten von Dr. Frank-Michael Baumann von der EnergieAgentur.NRW und Oliver P. Kuhrt von der Messe Essen führte der WDR-Moderator Tobias Häusler durch den Tag.

Der 23. Fachkongress der EA NRW bildete wieder den Auftakt zur Messe e-world

Viel gesprochen wurde über den Kohleausstieg, der aktuell am 26.01.2019 von der Kohlekommission bis spätestens 2038 beschlossen wurde. Staatssekretär Christoph Dammermann vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie erklärte in seiner Rede, dass die NRW-Landesregierung diesen Ausstieg begrüßt, nur den Begriff Kohlekommission eher als Energiekommission bezeichnen würde. „Klimaschutz und Wirtschaftswachstum sind kein Gegensatz“ und „der Kohleausstieg ist die Jahrhundert-Chance für NRW“.

Viel Zwischenapplause bekam Thomas Jorberg, Vorstand der GLS-Bank, der über „Bremsklötze“ der Klimapolitik sprach. „Mensch, Umwelt, Ökonomie stehen auf dem Kopf“, „Verzögerungen schaden Wirtschaft, Klima und Mensch“, „zum Teil dirigistische statt marktwirtschaftlicher Methoden“ und es darf „keinen nationalen Alleingang“ geben. Fazit: Ein verzögerter Ausstieg aus der CO2-Emission gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. In der anschließenden Talkrunde mit Thomas Jorberg, (GLS Gemeinschaftsbank), Peter Franke, (Bundesnetzagentur), Dr. Andreas Breuer, (innogy SE), Prof. Dr. Rüdiger-A. Eichel, (Forschungszentrum Jülich) und Dr. Thomas Haas (Evonik Creavis) wurde über Energiesystem der Zukunft diskutiert. Das Energiesystem der Zukunft wird noch komplexer sein, als es heute ohnehin schon ist: Mehr dezentrale Strukturen bei gleichzeitig größerer räumlicher und sektorenübergreifender Verknüpfung."  Für das Energiesystem der Zukunft, so die Runde, sind die Verteilnetze von entscheidender Bedeutung. Sie müssen ausgebaut und ertüchtigt werden, um den wachsenden Anforderungen gerecht werden zu können. Die Digitalisierung sei dabei einer der entscheidenden Faktoren.

Am Nachmittag wurde die Teilnehmer wieder in drei Fachforen aufgeteilt. Das Forum C „Intelligente Städte – Smart Cities“ eröffnete Frau Chirine Etezadzadeh vom smartCity.institue und Vorstand im Bundesverband Smart City und erklärte in einer erfrischenden Art, dass es bisher noch keine smart city in Deutschland gibt. Einige Städte wie Hamburg haben zwar schon gute Lösungsansätze, aber smart ist noch keine city. Das liegt vor allem an den Städten und Kommunen selbst, die erst einmal keine Notwendigkeit sehen, hier zu investieren. Das Ziel sei es Städte komfortabler zu machen. Hierfür wird viel regenerative Energie benötigt.

„Digitalisierung – Sie als Stadtwerk/EVU/Energiedienstleister MÜSSEN sich mit dem Thema beschäftigen und Sie MÜSSEN smarte Lösungen anbieten. Wenn Sie das nicht tun, macht es jemand (amazon, google, facebook…) anders!“

Podiumsdiskussion zum Energiesystem der Zukunft - Staatssekretär Christoph Dammermann bei seinem Grußwort



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